Im Dialog mit Ludwig v. B.

Programm

Ludwig van Beethoven:
- Duo für Klarinette und Fagott C-Dur, WoO 27 Nr. 1
1. Allegro commodo
2. Larghetto sostenuto
3. Rondo. Allegretto
- Bagatelle No. 25 in A minor „Für Elise“
- Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll 1. Satz
- Klaviersonate Nr. 20, op. 49 Nr. 2
- Menuett in G-Dur, WoO 10, Nr. 2

Wolfgang Amadeus Mozart:
- Fantasia in d-Moll – K.397

Alexander Gretchaninov:
- Plainte, op. 3 Nr. 1
Im Konzert wird das Schaffen des Komponisten in Form eines musikalischen Dialoges, inspiriert von Text, Form oder auch durch freie Assoziationen anhand charakteristischer Werke präsentiert. Ausgehend von dem Duo für Klarinette und Fagott, das wie ein roter Faden durch das ganze Konzert führt, werden andere sehr bekannte Stücke, wie der erste Satz aus der „Mondschein“ Sonate oder selbst „Für Elise“ thematisch sinnvoll in das Programm eingefügt. Jenseits von der neuerlichen Debatte darüber, ob die drei Duos für Klarinette und Fagott, die noch zu Lebzeiten Beethovens in Paris im Druck erschienen, tatsächlich aus seiner Feder stammen, sind sie als kammermusikalische Kleinodien nicht nur für die ursprüngliche Besetzung sondern auch in Transkriptionen für die verschiedensten Instrumental-Duos beliebt. Und da wäre noch sein Dialog, ja gar Wettstreit mit Mozart, der 28-jährig ein Quintett für die gleiche Besetzung wie bei Mozart und in gleicher Tonart in Wien uraufgeführt hatte. Über Beweise dafür, wie sich Beethoven in seinem Werk gleichermaßen bemühte Mozart zu imitieren und ihm aus dem Weg zu gehen, wurde viel geschrieben.
Die Form des fiktiven Dialogs, die der Musiker und frisch gekürte Dr. Phil. Vlady Bystrov für das Konzert ausgewählt hat, erscheint als eine geeignete Methode, speziell die weniger bekannte Musik einem unvorbereiteten Publikum nahe zu bringen. Die Anwesenheit des Komponisten Ludwigs v.B., die als virtuelle Fagottstimme in Erscheinung
tritt, fiktive musikalische Gespräche mit seinen Zeitgenossen aus Russland, leisten für die Vermittlung seiner Musik eine bemerkenswerte Hörhilfe: Der gutwillige, gleichwohl womöglich noch skeptische Musikinteressierte hört wenigstens erst einmal ruhiger und konzentrierter zu, bevor er sein Urteil fällt.
15.12.2019
16:00 bis 16:50 Uhr
Salzgitter

Vlady Bystrov

Vladislav Bystrov, absolvierte an der Musikakademie St. Petersburg ein Klassik- und Jazzstudium, das er im 1994 mit dem Diplom „Master of Fine Arts“ abschloss. Seit 1994 lebt er in Deutschland und bereichert seitdem die Musikszene in zahlreichen experimentellen Projekten mit avantgardistischem Einsatz von Elektronik, Video, Tanz und Malerei.
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15.12.2019 - Salzgitter
Im Dialog mit Ludwig v. B.
Vlady Bystrov
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