Künstler

Klassik

Cornelia Wosnitza, Sopran; Prof.Dr. Christfried Brödel, Orgel; Vokalensemble

Sachsen

Cornelia Wosnitza Bereits im Alter von acht Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft für die Musik und wurde Mitglied im Kinderchor der Staatsoper Dresden. Mit vierzehn Jahren erhielt ich bei Frau Prof. Ilse Hahn Gesangsunterricht. Schnell wurde mir bewusst, dass der Gesang mein Leben bestimmen sollte. Und so war es eine natürliche Entscheidung 1975 nach dem Abitur ein Studium an der Hochschule für Musik, Dresden zu beginnen. Schon während meiner Studienzeit sang ich kleinere Partien an der Dresdner Staatsoper. 1978 debütierte ich ebenda als Yniold in de Harry Kupfer Inszenierung „Pelleas und Melisande“ – Debussy. Nach Abschluss meines Studiums 1980 wurde ich als Sopranistin festes Ensemble Mitglied an der Dresdner Oper. Bis 1989 sollte ich an der nunmehr wiedereröffneten Semperoper engagiert sein. Während dieser Zeit lernte ich viele außergewöhnliche Kollegen kennen und zu schätzen. So arbeitete ich unter anderem mit Peter Schreier, Kurt Masur und Sir Collin Davis zusammen. Mit dem Ensemble der Dresdner Semperoper gastierte ich auch international. Besonders beeindruckend waren für mich Auftritte im Bolschoi Theater Moskau und an der Oper Amsterdam. Die Zeit in Dresden prägte meine künftige Laufbahn, hier sammelte ich Erfahrungen und baute mein Repertoire auf. Für mich persönlich ein großer Moment war es 1981 den Robert Schumann Wettbewerb zu gewinnen. Nach der Wende bot mir die Staatsoper Hannover ein Festengagement als lyrische Sopranistin an. Hier durfte ich für eine Sopranistin die reizvollsten Partien singen. So sang ich dort unter anderem Sophie im „Rosenkavalier“ und Pamina in „Der Zauberflöte“. Auch in anderen Opernhäusern wurde ich gefragt, so hatte ich mehrere Gastspiele in Düsseldorf und Hamburg. Ab Mitte der 90er Jahre beschloss ich als freischaffende Sängerin tätig zu werden, auch um mich der Erziehung meines Sohnes widmen zu können. Als freischaffende Sängerin war ich unter anderem in Opera Nacional de Mexico, Tel Aviv Performing Arts Centre, Theatre National de Luxembourg und vielen anderen tätig. Von 1997-1999 studierte ich Musikpädagogik an der Musikhochschule Dresden. Auch weil ich bereits mehrere Gesangschüler neben meiner Tätigkeit als Sängerin betreute, die Vermittlung meines Könnens und Entwicklung meiner Schüler mir sehr große Freude bereitete und ich mich weiter professionalisieren wollte. Seit den 2000er Jahren konzentrierte ich mich zunehmend auf meine Lehrtätigkeit. Ich erhielt einen Lehrauftrag am Heinrich-Schütz-Konservatorium-Dresden für klassischen Gesang. 2009 wurde ich schließlich an die Universität der Künste, Berlin als Dozentin für Gesang berufen. Und seit 2013 bin ich an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ebenfalls als Dozentin tätig. Prof. Christian Brödel Aus einem sächsischen Pfarrhaus stammend, studierte Christfried Brödel zunächst Mathematik in Leipzig. Musikalisch prägten und förderten ihn während dieser Studienzeit zwei Chorleiter entscheidend: der Thomaskantor und Leiter des Universitätschores Hans-Joachim Rotzsch und Erich Schmidt, der damalige Leiter der Meißner Kantorei 1961. Da ihm eine akademische Laufbahn als Mathematiker aus politischen Gründen verwehrt wurde, wechselte Christfried Brödel 1984 als Kirchenmusiker zur Evangelischen Landeskirche Sachsen, wo er zunächst als Landessingwart und später als Dozent und Direktor an der damaligen Kirchenmusikschule in Dresden arbeitete. Von 1992 bis zur seiner Emeritierung wirkte er als Rektor und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Christfried Brödels musikalisches Wirken lebt von der Spannung zwischen alter und zeitgenössischer geistlicher Musik: mit der Meißner Kantorei, die er seit 1981 leitet und dem von ihm gegründeten Ensemble vocal modern brachte er viele Werke zur Uraufführung, unter anderem zahlreiche Kompositionen aus dem Kantatenzyklus "Das geistliche Jahr" des Dresdner Komponisten Jörg Herchet. Christfried Brödel ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft (NBG) gewählt. Für die Verbreitung der Werke Bachs engagiert er sich besonders durch die Leitung von Bachakademien in Osteuropa (Rumänien und Ukraine).
Veranstaltung mit diesem Künstler:

14.12.2019

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Dresden

Lieder von Beethoven im Advent
Cornelia Wosnitza, Sopran; Prof.Dr. Christfried Brödel, Orgel; Vokalensemble
20 Plätze