Beethoven bei Josefine

Josefine ist eine unserer Gastgeberinnen in Berlin – am 14. Dezember wird sie ihre Wohnung für Musikfans öffnen – exklusiv für das Hauskonzerte-Event Beethoven bei uns.

»Stimmt! Für Gesang hat Beethoven nicht wahnsinnig viel geschrieben...«, sagt Josefine Göhmann lachend. Die Sopranistin muss es wissen, singt sie doch Opern auf Bühnen im In- und Ausland. »Aber darum geht es hier nicht.« Sie wolle die Idee des Hauskonzerts lebendig halten, »für eine jüngere Generation und gern für noch klassikferne Hörer«. Beethoven gehöre als Vordenker und Verfechter der Idee eines freien und nicht feudal unterjochten Menschen in unser alltägliches Bewusstsein, ist sie überzeugt: »Mindestens mit seiner Oper Fidelio und der 9. Symphonie, Lieferant der Europäischen Hymne…«

Hausmusik unter Juristen

Hausmusik wäre in ihrer Familie und weiteren Freundeskreis immer wichtig gewesen. Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Klavierspielen. Dass aus ihr einmal eine professionelle Sängerin werden würde, ahnte damals niemand. Aber dass sie als einzige von vier Kindern in einem deutsch-chilenischen Juristenhaushalt in einem musischen Fach Karriere macht, das schreibt sie auch der Zentralität von Musik in ihrer Familie zu. »Musik miteinander zu machen, bringt zusammen«, sagt sie.

Was nun genau bei ihrem Hauskonzert stattfindet, lässt sie noch offen. Sie würde gern das Klavier ins Zentrum rücken – am liebsten mit ihrem häufigen Klavierpartner Mario Häring. Unbedingt will sie mit einigen ihrer Gesangsschüler zusammen singen. »Ich will die berühmte Flamme weiterreichen«. Und die Nachbarn seien auch eingeladen. Es dürfe auch kuschelig werden, fügt sie verschmitzt hinzu. »Auf jeden Fall wird Beethoven erklingen, handgemacht, in meinem Wohnzimmer. Das wird schön.«

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