Beethoven bei Lars

Lars ist einer unserer Gastgeber in Hamburg – am 14. Dezember wird er sein Wohnzimmer für Musikfans öffnen – exklusiv für das Hauskonzerte-Event Beethoven bei uns.

Lars Weinke kennt den Klang des Kreißsaals. Der Hamburger Gynäkologe hilft hauptberuflich Babys auf die Welt. Den Klang von Beethoven kennt er auch, nur nicht so intensiv. Erst als Erwachsener habe er mit 40 Jahren angefangen Cello zu spielen. „Da gibt es nicht viel Beethoven-Literatur, die ich in der Lage wäre zu spielen“, sagt er amüsiert. Aber Hausmusik war wichtig in seiner Familie, wo jeder traditionell Klavier spielte. Seins wäre das Instrument dennoch nie gewesen.

Hausmusik wirklich schätzen gelernt habe er erst durch einen Freund in Berlin, der regelmäßig kleine Konzerte im Haus dessen Vaters gab. Sie besaßen Leichtigkeit, hatten sogar nichts mit dem Druck des Vorspiels zu tun, den er mit Auftritten aus seiner Kindheit verband. „Als Kind konnte ich mir nie vorstellen auf der Bühne zu spielen. Jetzt mit dem Cello liebe ich die Atmosphäre, die alle ergreift – auf und vor der Bühne.“

Saiten einer Kaffeemühle

Ein Gefühl, das er gern auch in seinem Zuhause – einem der für Hamburg typisch quadratischen Backsteinhäuser, die die Hanseaten schlicht „Kaffeemühle“ nennen – mit anderen teilen will. „Hier gibt es zwei schöne große Räume, die sich geradezu für eine solch intime Aufführung anbieten“, sagt er. Und noch etwas liegt dem Arzt am Herzen: eine haptische Verwandtschaft mit seinem Beruf. „Die Saiten am Hals des Cellos fühlen sich ganz ähnlich an wie dicke Fäden beim Operieren. Das ist eine schöne Wandlung in meinem Leben. Ein Instrument, das mich wortwörtlich berührt.“ Präzision und Poesie, zwei Seiten/Saiten, die sich ergänzen.

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