Beethoven bei Lina und Michael

Lina und Michael sind einer unserer Gastgeber in Berlin – am 14. Dezember werden sie ihre Wohnung in der Nähe des Kollwitzplatzes für Musikfans öffnen – exklusiv für das Hauskonzerte-Event Beethoven bei uns.

»Musik heutzutage ist eine digitale Erfahrung«, sagt Michael Wesely. Man nutze Streamingdienste, gehe nicht mehr so viel in Konzerte, und wenn er an Musik im öffentlichen Raum denke, käme ihm   eigentlich zuerst der Klang aus den Bluetooth-Boxen und iPhones vorüberziehender Jugendlicher in den Sinn. 
    

Dabei sei es eine sehr schöne Erfahrung, den Menschen beim Musizieren zuzusehen.  »Dahin zurückzugehen, wo Musik ursprünglich herkommt, zu diesem analogen Vorgang Hauskonzert. Das ist das Schöne an der Idee.« Und deshalb sagten er und seine Frau Lina Kim  gleich zu, als sie von den Beethoven-bei-uns-Konzerten hörten.

Beethoven abstrakt

In ihrem Künstlerhaushalt – er Fotograf, sie bildende Künstlerin – spiele Musik immer eine Rolle. »Meine Frau arbeitet viel mit Musik, während sie zeichnet – zur Inspiration und Konzentration«, erzählt Wesely. Er selbst sei als Künstler eher vom Bild geleitet, höre aber seit Kindesbeinen auch viel Klassik. Mit Beethoven verbinde er »irre schöne Musik«. 
    

Dennoch: »Beethoven ist für mich immer abstrakt geblieben, ein Name auf der Plattenhülle.« Der Komponist sei eben nicht so medial aufbereitet wie ein Musikstar heutiger Zeit. Um so faszinierender sei es doch, dass dessen Musik dennoch so allgegenwärtig sei. Vielleicht eröffne ja die familiäre Atmosphäre des Hauskonzertes einen neuen Blick auf den Maestro. Denn kuschelig wird es bei den Wesely-Kims. »Den wenigsten steht ein Palast zur Verfügung«, lacht er. »Wir freuen uns aufs häusliche Ambiente.«

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